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Digital Media Literacy

Digital Media Literacy

Bericht Erasmus+

Im Rahmen meiner Erasmus+-Mobilität nahm ich an einer Fortbildung zum Thema digitale Medienkompetenz und bewusster Umgang mit digitalen Technologien teil. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Einsatz von ICT-Tools im Unterricht und der Förderung gesunder digitaler Gewohnheiten.

Während des Kurses lernte ich verschiedene digitale Werkzeuge kennen, die sinnvoll und pädagogisch reflektiert im Unterricht eingesetzt werden können zum Beispiel Notebook LM, Google Story Books, Napkin, Suno oder Plickers.

Dabei ging es nicht nur um technische Anwendungsmöglichkeiten, sondern vor allem darum, wie digitale Tools Lernprozesse unterstützen, Kreativität fördern und Schülerinnen und Schüler aktiv einbinden können. Wir testeten unterschiedliche Anwendungen für interaktive Aufgaben, Feedback, kollaboratives Arbeiten und kreative Mediengestaltung.

Zum Beispiel gab es eine Schatzsuche durch die Stadt, in der mit einer App gearbeitet wurde, sodass digitales und analoges Erleben zusammenfließen konnten. Es gab auch einen AI Image Photo Contest, durch den die Stadt auf eine ganz neue Weise erkundet werden konnte. Wir reflektierten aber auch kritisch, welche digitalen Werkzeuge tatsächlich einen Mehrwert bieten und welche Aspekte wie Datenschutz, Ablenkung oder Überforderung berücksichtigt werden müssen.

Ein für mich besonders wertvoller Teil der Mobilität war der Austausch mit Lehrpersonen aus verschiedenen europäischen Ländern. Durch Gespräche und gemeinsame Projekte entstanden viele neue Perspektiven auf Schule, Unterricht und Medienbildung. Es wurde deutlich, dass Schulen europaweit vor ähnlichen Herausforderungen stehen, vor allem im Umgang mit sozialen Medien, KI oder Konzentrationsproblemen durch permanente digitale Reize. Dieses internationale Zusammenkommen ermöglichte es, praktische Ideen, Unterrichtsmethoden und Erfahrungen zu teilen und voneinander zu lernen.

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt war das Thema gesunde digitale Gewohnheiten. Wir beschäftigten uns intensiv mit der Frage, wie digitale Medien unseren Alltag, unsere Aufmerksamkeit und unser Wohlbefinden beeinflussen. Dabei reflektierten wir unser eigenes Medienverhalten und diskutierten Strategien für einen bewussteren und ausgewogeneren Umgang mit digitalen Geräten. Themen wie Bildschirmzeit, ständige Erreichbarkeit, Konzentration, digitale Pausen und achtsame Mediennutzung spielten dabei eine zentrale Rolle.

Für unsere Schule ergibt sich meiner Meinung nach ein großer Mehrwert durch diesen Kurs. Kinder und Jugendliche wachsen in einer stark digitalisierten Welt auf und benötigen Unterstützung dabei, digitale Medien nicht nur technisch zu nutzen, sondern auch bewusst, kritisch und gesund damit umzugehen. Auch Lehrpersonen brauchen Unterstützung dabei, durch die vielen Angebote digitaler Unterstützungen durchzusehen und reflektiert Hilfsmittel zu nutzen.

Die Fortbildung hat mir viele konkrete Ideen vermittelt, wie Medienkompetenz und digitale Balance im Schulalltag thematisiert werden und bewusst weitergegeben werden können. So können Schülerinnen und Schüler aber auch Lehrpersonen dabei unterstützt werden, verantwortungsvoll, kritisch und selbstbestimmt mit digitalen Medien umzugehen.

Helena Fischer,
März 2026


Beispiel Napkin: in Gruppen wurden mit
Napkin Infografiken erstellt, die Ideen
zeigen, wie man SuS dazu bewegen
könnte, weniger Handys in Schulen zu
nutzen